Wirkt sich die Wirtschaftskrise wirklich negativ auf Affiliates aus?
Claudia Windfelder von 100partnerprogramme.de hat gerade einen Bericht veröffentlicht, in welchem sie die derzeitige Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen auf die Umsätze der Affiliates thematisiert. Ich selber habe mir auch schon diverse Gedanken über dieses Thema gemacht, mich mit anderen Affiliates und Online-Marketern ausgetauscht und sehe der ganzen Situation etwas gelassener entgegen. Warum, möchte ich in diesem Beitrag kurz erläutern.
Ich bin der Meinung, dass in wirtschaftlich komplizierten Zeiten gerade Affiliate-Marketing als Performance-basierter und finanziell nahezu risikofreier Vertriebskanal für Unternehmen hochinteressant ist und damit von Seite der Merchants schon mal keine Krise abzusehen ist.
Mit Sicherheit wird sich auch das Kaufverhalten der Kunden ändern, davon ist auszugehen. Ich denke aber nicht, dass nun wirklich vermehrt Nähmaschinen, Gartenharken und rustikale Outdoor-Artikel wie Zelte und festes Schuhwerk gekauft werden. Zumal besonders letztgenannte Artikelgruppe nicht gerade günstig ist. Und genau das ist das Zauberwort: günstig!
Ich denke, dass man besonders gut mit Schnäppchen-Angeboten und Preisvergleichen unterwegs sein wird. Auch Gewinnspiele werden nach wie vor sehr gut funktionieren, was sich übrigens für alle Lead-Programme prognostizieren lässt. Hier wird nichts einbrechen, da Lead-Programme für den Benutzer kostenlos sind.
Einen temporären Engpass wird es wohl für Reise-Affiliates geben, denn der alljährliche Urlaub ist wohl eine größere Investition, an der als erstes gespart wird. Urlaub auf Balkonien kann auch entspannen. Und genau das ist wiederum eine Sache, die ich interessant finde und berücksichtigen würde. Da absehbar ist, dass einige Haushalte auf Ihren Sommerurlaub verzichten werden, bleibt ihnen nur eins: daheim bleiben. Ich würde vermutlich mehr auf Badeartikel und Grillzubehör setzen.
Wie dem auch sei, ich wünsche uns allen nur das Beste und sehe eigentlich ganz entspannt in die Zukunft. Und wenn es wirklich hart auf hart kommen sollte, werden die meisten krisengebeutelten Benutzer wohl erstmal ihren Internetanschluss kündigen. Dann, und erst dann wird es ernsthaft gefährlich für Affiliates ![]()
Schlagworte: wirtschaftskrise
Dieser Beitrag wurde vor am Mittwoch, 14. Januar 2009 um 16:12 Uhr veröffentlicht und unter Allgemeines gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.









14. Januar 2009 um 16:34 Uhr
Günther, deine Argumentation ist dann doch etwas zu einseitig und deine Empfehlungen sind nur auf Billig Billig aus. Gerade der Reisebereich bietet in den Nischen genügend Potential auch in Krisenzeiten. Entscheident ist doch die Zielgruppe die mit einer Affiliate-Seite angesprochen wird. Bei Billig-Kunden hast Du natürlich recht. Wenn Du aber so wie wir mit “La Palma” eine Zielgruppe ansprichst die von den aktuellen Krise weniger betroffen sind, wie Akademiker, Bedienstete im öffentliche Dienst oder Rentner und Pensionäre dann muss man für dieses Jahr nicht schwarz sehen. Nach unserer aktuellen Buchungslage und Buchungsaufkommen sollte man dieses Jahr nicht all zu schwarz sehen.
Die Nische machts, auch in der Krise.
Meine Empfehlung geht deshalb eher dahin, zu überprüfen ob man nicht Artikel und Dienstleistungen für Zielgruppen anbieten kann, die weniger von der “wirtschaftliche Krise” berührt sind.
14. Januar 2009 um 16:46 Uhr
Danke für Deine Stellungnahme, Ulrich. Selbstverständlich hast Du recht wenn Du sagst, dass das Kauf- und Buchungsverhalten bei von der Krise weniger betroffenen Bevölkerungsgruppen weniger abweichen wird. Wenn man bei dieser Bevölkerungsgruppe von einem gleichbleibenden Kaufverhalten ausgeht und sie deshalb einfach mal außer Acht lässt, wird wohl unterm Strich vermutlich dennoch ein Einbruch zu verzeichnen sein. Und dieser kommt durch die zurückgegangene Anzahl der Buchungen von dem Bevölkerungsteil, den die Krise härter erwischt hat - wenn es denn überhaupt soweit kommt.
14. Januar 2009 um 17:35 Uhr
Zu den Lead-Programmen: die Nachfrage der User wird hier - gerade bei Gewinnspielen - mit Sicherheit nicht nachlassen, eher im Gegenteil. Das (mögliche) Problem ist aber ein anderes. Man muss sich fragen: Wer bezahlt denn etwas für einen Lead - also für eine Transaktion, für die erstmal kein Geld fließt? Letztendlich jemand, der erwartet, dass er die so gewonnen User später zu Kunden macht. Wenn aber die Liquidität der User sinkt, sinkt auch der Wert der Leads, weil immer weniger User später zu Kunden gemacht werden können. Im worst case könnte das durchaus so weit gehen, dass solche Modelle kaum noch rentabel sind.