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Evercookies - ein Lichtblick in Sachen Tracking?

Evercookies - ein Lichtblick in Sachen Tracking?Dass das Thema Tracking im Affiliate-Marketing durchaus heikel ist, dürfte bekannt sein. Transaktionen gehen mitunter nicht nur verloren, weil Cookieweichen nicht richtig funktionieren oder Cookies fälschlicherweise überschrieben werden. Auch ängstliche Surfer tragen zu einem Bruch im Tracking bei, indem sie nach jeder Session den Cache und auch die Cookies löschen. Aus den gerade genannten Gründen wurde ich hellhörig, als neulich vermehrt der Begriff ‘Evercookie‘, gepaart mit Headlines wie ‘the browser cookie that won’t die‘, ‘Das fast unlöschbare Cookie‘ oder ‘the one cookie that you… just… can’t… DELETE!‘ durch meinen RSS-Reader flatterte. Wäre ein nicht zu löschendes Cookie nicht der wahrgewordener Traum für jeden Affiliate? Denn so sollte es klappen, Transaktionen sicher nachvollziehen zu können - auch dann, wenn Cookies und Cache des Browsers gelöscht werden. Was ist dran, an diesem Verfahren, wie funktioniert es und was denken die Netzwerke über Evercookies?

Genaugenommen handelt es sich beim Evercookie nicht um einen klassischen Cookie, dessen Informationen im Klartext in einer Datei gespeichert werden. Es werden vielmehr mehrere Mechanismen zur eindeutigen Identifikation eines Clients kombiniert. So werden neben herkömmlichen HTTP- und Flash-Cookies zum Beispiel auch die Attribute Session Storage und und Local Storage von HTML5 verwendet. Darüber hinaus kommt noch das Cache-Tracking zum Einsatz, welches seit einiger Zeit auch von vitrado eingesetzt wird.

Das sagen die Netzwerke zu Evercookies

In diesem Zusammenhang hat mich natürlich sehr interessiert, wie die Netzwerke Evercookies einschätzen. Hier also die Statements der verschiedenen Vertreter in alphabetischer Reihenfolge:

ADCELL (Marcus Seidel, Geschäftsführer): “Wir verfolgen alle Cookiethematiken permanent und setzen die um, die einen Mehrwert für alle Seiten bringen. Dazu muss man sich aber auch anschauen, was es bereits gibt um die vermeintlichen neuen Techniken in Ihrer Wirkung auszuhebeln und ob diese ggf. auch Transaktionen verhindern, die vorher einwandfrei getrackt wurden. Wir werden ADCELL um die Cookietechnologien erweitern, die sich wirklich langfristig und sinnvoll nutzen lassen und natürlich auch zu den anderen Technologien passen, die wir bereits verwenden.”

affiliwelt (Thomas Böttcher, Geschäftsführer): “Wir haben bei affiliwelt schon öfters über Trackingmethoden diskutiert, die über die Standard-Methoden hinaus gehen. Hierzu gehört beispielsweise das Cache-Tracking / Etag-Tracking oder auch das Flash-Tracking. Wir halten evercookie für eine sehr gelungene Idee und überlegen, Teile hiervon in unserer nächsten Tracker-Version zu integrieren. In Zeiten, wo Benutzer auf Grund von schwarzen Schafen sich immer mehr um Datensicherheit sorgen ist es absolut notwendig, zusätzliche Cookie-Mechanismen zu HTTP-Cookies zu erörtern, um sauber arbeitende Affiliates nicht zu benachteilen. Wir sehen die Entwicklung von evercookie mit Freude und werden uns definitiv im nächsten Developer-Meeting damit tiefer auseinander setzen.”

belboon (Manuel Kester, Geschäftsführer): “Evercookies nutzen wir nicht, aber die ein oder andere dort enthaltene Methode, wie bspw. das Flash-Cookie (Loval Shared Object) u.a. schon.”

superclix (Marcus Lutz, Geschäftsführer): “Es gibt gerade mit HTML5 noch viel mehr andere zusätzliche Möglichkeiten, die wir bereits aktiv testen. Wenn die Tests positiv verlaufen, werden weitere Trackingmethoden hinzugefügt, obwohl wir bereits durch P3P-Cookie- und Fingerprint-Tracking eine sehr gute Methode haben, fast alle Besucher wiederzuerkennen. Trotzdem sind wir natürlich immer daran interessiert, noch näher an die 100% heranzukommen, daher testen und entwickeln wir immer neue zusätzliche Möglichkeiten.”

Tradedoubler (Korbinian Pauli, Head of Technology & Technical Services): “Natürlich schauen wir uns permanent um, welche neuen Tracking-Möglichkeiten es gibt. Evercookie haben wir uns auch angesehen und finden den Ansatz sehr spannend. Zum aktuellen Zeitpunkt sind einige von Evercookie genutzten Techniken noch sehr träge, sodass diese nicht in einem produktiven Umfeld einsetzbar sind. Einzelne dieser Techniken werden wir uns aber genauer anschauen. Desweiteren wird es nicht möglich sein, Evercookie so wie es ist einzusetzen, da es hier ein paar rechtliche Hürden gibt. Wir werden das Thema aber auf jeden Fall weiter beobachten und ggf. Teile daraus verwenden.”

vitrado (Constantin Bronowski, Teamleiter Backoffice): “Ich denke das wir mit den jetzigen Tracking Methoden schon besser als die meisten anderen Netzwerke ausgerüstet sind (z.B. eTag, Fingerprint oder auch Flash Cookie Tracking). Nach wie vor ist es so, dass ein User der nicht getracked werden möchte, es auch schafft; das soll m.E. auch so bleiben. Evercookies werden das zum Glück auch nicht ändern.”

webgains (Silke Steffan, Director, Mitglied der Geschäftsleitung): “Die Frage ist: welche User würde das betreffen? Wohl am ehesten solche, die ihre Cookies absichtlich löschen oder gar nicht erst zulassen. Das heißt aber auch, daß mit einer möglichen Nutzung der Evercookies sehr schnell ein Terrain erreicht werden würde, den User als Eingriff in ihre „virtuelle Privatsphäre“ ansehen könnten. Man erinnere sich an die teilweise recht emotional und hitzig geführten Diskussionen zu den Facebook Privacy Setting oder dem Einsatz von Google Street View (von gesetzlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich Datenschutz etc. mal ganz abgesehen). Um auf die Frage einzugehen, in wie weit das für die Affiliate Branche interessant ist: Meiner Meinung nach tut sich die Branche einen größeren Gefallen damit, Zeit, Energie und Kreativität dafür zu verwenden, die Produkte und deren Vertriebswege für die Zielgruppe interessant und relevant zu gestalten anstatt zu versuchen, potentiellen Kunden eine virtuelle Kuhmarke zu verpassen.”

zanox (Thomas Bilz, Manager Global Sales Operations): “Was zurzeit unter dem Begriff ‚Evercookie‘ diskutiert wird, ist keinesfalls als eigene Tracking-Methode anzusehen. Vielmehr handelt es sich um eine Mischform der Branche bereits bekannter Technologien, die der Transparenz halber stets separat betrachtet werden sollten. Unser Fokus liegt ganz klar auf den anerkannten Tracking-Lösungen in den Bereichen Cookie-, Session- und Fingerprint-Tracking.”

Auf eine Antwort von Tradetracker warte ich derzeit noch. affilinet möchte zu dem Thema aktuell kein Statement abgeben. Wie denkt ihr über Evercookies? Super Sache oder eher ein temporäres Buzz-Thema ohne Zukunft?

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Dieser Beitrag wurde vor am Mittwoch, 27. Oktober 2010 um 12:41 Uhr veröffentlicht und unter Know-How gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.

2 Kommentare zu „Evercookies - ein Lichtblick in Sachen Tracking?“

  • André sagt:

    Günther, das ist ein schöner Artikel. Ich freue mich sehr über die Ergebnisse Deiner Umfrage. Wenn ich die Technologien hinter dem sog. Evercookie richtig verstanden habe, kommt es ohne re-spawning aus. Zwar werden Daten auch auf einem Server gespeichert, um beispielsweise über den CSS-Hack die Web History abzufragen, jedoch wird die Web History im Browser nicht widerhergestellt, wenn ein User diese löscht. Dasselbe gilt für alle vom Evercookie ausgewerteten Daten: sobald der User diese löscht, kann er nicht mehr getrackt werden. Es ist nur deutlich komplizierter für den User, die unterschiedlichen Daten von seinem Rechner zu löschen. Mit zunehmendem Bekanntheitsgrad des Evercookies wird es jedoch komfortable Lösungen geben, die es auch Laien ermöglichen, unkompliziert unerwünschte Daten zu löschen. Jeremiah Grossmann hat beispielsweise eine erste Anleitung veröffentlicht, um sich dem Tracking durch Evercookies in Googles Browser Chrome zu entledigen: http://jeremiahgrossman.blogspot.com/2010/10/killing-evercookie-google-chrome-wo.html. Selbiges hat Dominic White zwischenzeitlich für Firefox getan: http://www.monirulislam.com/general-web-desktop-application-security-news/how-to-remove-evercookie-from-firefox-3/. Für den Mac-Safari hat er sogar ein entsprechendes Script geschrieben: http://singe.za.net/blog/archives/1014-Killing-the-Evercookie.html.
    Ich gehe davon aus, dass sich das Evercookie oder verwandte Techniken vor allem im mobilen Tracking durchsetzen werden, da hier Fingerprint aufgrund der vielen ähnlich konfigurierten Mobiltelefone regelmäßig an seine Grenzen stößt. Erste Tests, die wir hier bei Vorwärts durchgeführt haben, fielen überraschend positiv aus.

  • Sascha Schafbuch sagt:

    Wäre gespannt, was ein Datenschützer zu “mehrere Mechanismen zur eindeutigen Identifikation eines Clients” sagen würde. Als Affiliate will ich natürlich die Lifetime-Vergütung und an kaufkräftigen Neukunden partizipieren. Ich stelle mir die Frage, ob dem eine höhere Priorität eingeräumt werden kann, als dem Recht des Nutzers, selbst über seine Daten zu bestimmen. Durch Last-Cookie-Wins bleibt die Vergütung aufgrund eines Evercookies heute letztlich noch nicht garantiert.

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