Thema: Lead und Sale - unterschiedliche Interpretation einiger Netzwerke

Ich habe bereits im September letzten Jahres darüber gebloggt, dass es bei den Partnernetzwerken leider keine einheitliche Interpretation der Begriffe Lead und Sale gibt. Heute greife ich das Thema erneut auf, da mich in letzter Zeit vermehrt Mails erreichen, die auf die verschiedenen Vergütungsarten einiger Partnerprogramme in verschiedenen Netzwerken hinweisen. Als Beispiel möchte ich hier ProfiWIN herausgreifen. ProfiWIN vergütet ausschliesslich pro erfolgtem Verkauf der Dienstleistung, also PPS! Bei den Netzwerken affilinet, affiliwelt und belboon-adbutler werden Verkäufe mit fixen Provisionsausschüttungen fälschlicherweise als Lead interpretiert.

Da es bei der klassischen Interpretation eines Leads lediglich um einen neuen Kundenkontakt geht, wird der Kunde nicht zur Kasse gebeten, sondern hinterlässt nur seine Kontaktdaten. Ein Lead ist demnach in der Regel schneller abgeschlossen als ein Sale. Wenn ich also bei ein und demselben Partnerprogramm bei einem Netzwerk 25€ pro Lead erhalte und bei einem anderen Netzwerk 25€ pro Sale, dann entscheide ich mich aus eben genanntem Grund natürlich für das Netzwerk, das per Lead vergütet. Dabei handelt es sich auch hier um einen Sale, denn der Kunde kauft eine Dienstleistung für einen bestimmten Betrag und wird demnach zur Kasse gebeten.

Natürlich kann man auch argumentieren, dass ein neuer Abschluss bei ProfiWIN gleichzeitig auch ein Lead ist, da ein neuer Kundenkontakt hergestellt wurde. Ich bin dennoch der Meinung, dass eine Provisionierung bei gleichzeitigem Kauf als Sale deklariert werden muss, da sich die 'Lead-Netzwerke' aufgrund dieser Angabe einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Mich interessieren weitere Meinungen von Affiliates, Merchants, Netzwerken und Agenturen. Wie seht ihr das?! Brauchen wir eine einheitliche Definition von Lead uns Sale oder sehe ich das alles zu kleinkariert?!

Re: Lead und Sale - unterschiedliche Interpretation einiger Netzwerke

Wir haben dieses "Problem" mit unserem myprinting Partnerprogramm. Die "verkaufen" unter anderem gratis Poster - ist das nun ein Sale (es fallen Versandkosten an, der Kunde muss durch den gesamten Bestellprozess) oder ein Lead (der Kunde generiert keinen Umsatz und hofft auf einen späteren Kauf)?
Bei zanox haben wir es der Einfachheit halber als Sale einrichten lassen, während wir die Provision für das gratis Poster sonst eher als Lead kommunizieren.

Ich denke das ist alles nicht so wichtig. Schön wäre es natürlich, wenn es für alles eine einheitliche Definition gäbe, so dass jeder Partner sofort weiß, woran er ist. Bei der Vielfalt der Programme und Abrechnungsmethoden stößt man aber offenbar an die Grenzen des sinnvoll Machbaren und so ist es wohl an jedem Affiliate selbst, herauszufinden, worum es sich bei dem "Lead" tatsächlich handelt.
Idealerweise sollte der Merchant das natürlich klar in seiner Programmbeschreibung kommunizieren. Wenn er das nicht tut, riskiert er, dass der Partner das Programm nicht bewirbt, weil es ihm einfach nicht klar ist (so mache ich das jedenfalls).

Re: Lead und Sale - unterschiedliche Interpretation einiger Netzwerke

Die Frage nach klaren Regeln ist keineswegs kleinkariert. Gerade wenn Themen komplexer und größer werden ist es doch um so wichtiger, für Klarheit zu sorgen.

Ursprünglich war das ja auch klar definiert.Und dann fingen NW an Verwirrung reinzubringen. Nun, ist wohl eine Definitionsfrage. Ich bin nicht der Meinung, daß man es an der Art der Vergütung festmachen sollte (pps=%ual, ppl=fix), denn auch fixe Vergütungen sind bei Leads nur relativ.

Ich plädiere für den klassischen Ansatz;

Aktion für user kostenlos = Lead
PPS = Aktionsprovisionierung, für die der user bezahlt, egal in welcher Form.

So ist die Gefahr der Verwirrung wohl am geringsten. Es gibt schon genug verwirrte Affs big_smile